10. September
Donnerstag, 23. Woche im Jahreskreis
Afrika : Hl. Nemesian und Gefährten, Märtyrer
Der heutige Tag im liturgischen Kalender ist ein gewöhnlicher Werktag, auch "Ferialtag" genannt. Diese so genannten "Ferialtage" bilden den Großteil des Kirchenjahres außerhalb der besonderen Fest- und Gedenktage. Die katholische Kirche bezeichnet die Zeit außerhalb der Hochfeste, Feste und besonderen Gedenktage als Zeit im Jahreskreis. Der Ferialtag bietet den Gläubigen die Gelegenheit, sich auf das alltägliche Leben und die alltägliche Nachfolge Christi zu konzentrieren. Liturgisch gesehen wird an solchen Tagen keine besondere Person oder ein spezifisches Ereignis gefeiert, sondern die liturgischen Texte des Wochentages werden verwendet. Dies gibt Raum für persönliche Gebete und die Betrachtung der Lesungen des Tages, die dennoch wertvolle spirituelle Impulse für das Leben geben können. Die Kirche sieht in den Ferialtagen eine Gelegenheit zur Vertiefung des Glaubens im Alltag, zur Beschäftigung mit dem Wort Gottes und zum Wachstum in der christlichen Tugend, auch ohne festliche Aktivitäten. Es ist eine Erinnerung daran, dass die Heiligkeit des Lebens nicht nur in besonderen Ereignissen, sondern auch im Alltag gesucht und gefunden werden kann.
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Fragen zu Donnerstag, 23. Woche im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Regionale Besonderheiten
- Afrika — Hl. Nemesian und Gefährten, Märtyrer
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
Lesung1 Co 8, 1b-7.10-13
Brüder,
Wissen macht hochmütig,
während die Liebe aufbaut.
Wenn jemand meint, etwas erkannt zu haben,
weiß er noch nicht, wie man wissen sollte;
aber wenn jemand Gott liebt,
ist er wirklich von ihm erkannt.
Was nun das Essen von Götzenopferfleisch betrifft,
dürfen wir das tun?
Wir wissen, dass ein Götze in der Welt nichts ist;
es gibt keinen Gott außer dem einen Gott.
Obwohl es tatsächlich im Himmel und auf Erden
das gibt, was man Götter nennt,
– und es gibt viele „Götter“ und „Herren“ –,
gibt es für uns dagegen
nur einen Gott, den Vater,
von dem alles kommt und zu dem wir hingehen;
und einen Herrn, Jesus Christus,
durch den alles kommt und durch den wir leben.
Doch nicht alle haben diese Erkenntnis:
manche sind bisher an die Götzen gewöhnt,
glauben, Götzen zu verehren,
wenn sie solches Fleisch essen,
und ihr Gewissen, das schwach ist,
wird dadurch befleckt.
Wenn einer von ihnen dich sieht, dich, der dieses Wissen hat,
wie du im Tempel eines Götzen zu Tisch sitzt,
wird dann nicht der mit schwachem Gewissen
ermutigt werden, Götzenopferfleisch zu essen?
Und das Wissen, das du hast, bringt dann den Schwachen zum Verderben,
diesen Bruder, für den Christus gestorben ist.
So sündigt ihr, wenn ihr gegen eure Brüder sündigt
und ihr schwaches Gewissen verletzt,
sündigt ihr gegen Christus selbst.
Deshalb, wenn es wegen eines Nahrungsmittels für meinen Bruder zum Fall kommen kann,
werde ich niemals mehr Fleisch essen,
um meinen Bruder nicht zu Fall zu bringen.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 138 (139), 1-3, 13-14ab, 23-24
Du hast mich erforscht, Herr, und du kennst mich!
Du weißt, ob ich sitze oder stehe;
schon von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, du siehst es,
jeder meiner Wege ist dir vertraut.
Du hast mein Innerstes geschaffen,
mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich preise dich, dass ich so staunenswert und wunderbar gemacht bin,
das Wunder, das ich bin, erkenne ich.
Erforsche mich, Gott, und erkenne meine Gedanken;
prüfe mich und erkenne mein Herz.
Sieh, ob ich auf einem Weg der Götzen bin,
und führe mich auf dem ewigen Weg.
EvangeliumLc 6, 27-38
In jener Zeit
sagte Jesus zu seinen Jüngern:
« Ich sage euch, die ihr mir zuhört:
Liebt eure Feinde,
tut denen Gutes, die euch hassen.
Segnet, die euch verfluchen,
betet für die, die euch beschimpfen.
Dem, der dich auf die eine Wange schlägt,
halte auch die andere hin.
Und dem, der dir den Mantel nimmt,
verweigere auch das Hemd nicht.
Gib jedem, der dich bittet,
und wer dir etwas nimmt, fordere es nicht zurück.
Wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun,
so tut auch ihr ihnen.
Wenn ihr die liebt, die euch lieben,
welchen Dank erwartet ihr dafür?
Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.
Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun,
welchen Dank erwartet ihr dafür?
Auch die Sünder handeln so.
Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr etwas zurückzuerhalten hofft,
welchen Dank erwartet ihr dafür?
Auch die Sünder leihen Sündern,
um ebenso viel zurückzuerhalten.
Ihr aber, liebt eure Feinde,
tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erwarten.
Dann wird euer Lohn groß sein,
und ihr werdet Söhne des Höchsten sein,
denn er ist gütig zu den Undankbaren und Bösen.
Seid barmherzig,
wie auch euer Vater barmherzig ist.
Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden;
verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden.
Vergebt, und euch wird vergeben.
Gebt, und es wird euch gegeben werden:
ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß
wird man euch in den Schoß legen;
denn das Maß, mit dem ihr messt,
wird auch euch zugemessen werden.»
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org