Der Heilige des Tages · 10. August
Hl. Laurentius, Diakon und Märtyrer
FestLiturgische Farbe : Rot
Der heilige Laurentius, Diakon und Märtyrer, gehört zu den bekanntesten und am meisten verehrten Heiligen der Kirche. Er wirkte im 3. Jahrhundert in Rom zur Zeit der Christenverfolgungen unter Kaiser Valerian. Laurentius unterstützte als Diakon den Papst, insbesondere beim Dienst an den Armen und Bedürftigen. Nach der Verhaftung und dem Tod von Papst Sixtus II. wurde auch Laurentius gefangen genommen. Laut Überlieferung sollte er gezwungen werden, die Schätze der Kirche herauszugeben. Laurentius soll daraufhin arme und kranke Menschen der Stadt als den wahren Schatz der Kirche präsentiert haben. Für dieses mutige Zeugnis des Glaubens erlitt er das Martyrium – er wurde auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert.
Die Verehrung des Laurentius verbreitete sich sehr schnell und ist bis heute weltweit lebendig. Seit frühester Zeit wird sein Fest am 10. August begangen. Laurentius steht als Symbol für christliche Nächstenliebe, Treue und Opferbereitschaft. Er ermutigt dazu, den Wert der Menschen über materiellen Besitz zu stellen und im Dienst an den Armen Christus zu erkennen. Sein Beispiel hat Generationen von Gläubigen inspiriert, sich für einen glaubwürdigen und gelebten Glauben einzusetzen. In Rom und vielen anderen Orten tragen Kirchen seinen Namen, und seine Fürsprache wird besonders für die Armen und Bedrängten angerufen.
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Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Gott liebt den, der freudig gibt » — 2 Co 9, 6-10
Brüder,
erinnert euch an das Sprichwort:
Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten;
wer reichlich sät, wird auch reichlich ernten.
Jeder soll geben, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat,
nicht widerwillig und nicht unter Zwang,
denn Gott liebt den, der freudig gibt.
Und Gott ist mächtig genug,
euch mit aller Gnade in Fülle zu beschenken,
damit ihr in jeder Hinsicht und zu jeder Zeit
alles habt, was ihr braucht,
und sogar im Überfluss habt,
um jede gute Tat vollbringen zu können.
Denn die Schrift sagt vom gerechten Menschen:
Er verteilt, er gibt den Armen;
seine Gerechtigkeit bleibt auf ewig.
Gott, der dem Sämann die Saat gibt
und das Brot zur Speise,
wird euch die Saat geben,
sie vermehren
und wachsen lassen,
damit ihr Gutes tut in Gerechtigkeit.
– Wort des Herrn.
Ps 111 (112), 1-2, 5-6, 7-8, 4b.9
Selig, wer den Herrn fürchtet,
der mit ganzem Herzen seinen Willen liebt!
Seine Nachkommen werden mächtig sein im Land,
die Generation der Gerechten wird gesegnet sein.
Der gute Mensch ist barmherzig und teilt;
er führt seine Geschäfte gerecht.
Dieser Mensch wird niemals fallen;
immer wird man des Gerechten gedenken.
Er fürchtet sich nicht vor böser Nachricht:
sein Herz ist fest, er vertraut auf den Herrn.
Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nicht;
er wird schauen, wie er über seine Bedränger triumphiert.
Mensch der Gerechtigkeit, der Güte und des Erbarmens.
Mit vollen Händen gibt er dem Armen;
für immer wird seine Gerechtigkeit bestehen,
seine Macht wächst, und sein Ruhm!
« Wenn jemand mir dient, wird mein Vater ihn ehren » — Jn 12, 24-26
In jener Zeit
sagte Jesus zu seinen Jüngern:
«Amen, amen, ich sage euch:
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt,
bleibt es allein;
wenn es aber stirbt,
bringt es reiche Frucht.
Wer sein Leben liebt,
wird es verlieren;
wer sich in dieser Welt davon löst,
wird es bewahren für das ewige Leben.
Wenn jemand mir dienen will,
folge er mir nach;
und wo ich bin,
dort wird auch mein Diener sein.
Wenn jemand mir dient,
wird mein Vater ihn ehren.»
– Lasset uns das Wort Gottes preisen.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org