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12. November

Liturgische Farbe : Rot

Hl. Josaphat, Bischof und Märtyrer

Gedenktag

Donnerstag, 32. Woche im Jahreskreis — Jahr II


Der heilige Josaphat (eigentlich Johannes Kunzewitsch) war ein Bischof und Märtyrer des 17. Jahrhunderts. Geboren im heutigen Weißrussland, trat er in sehr jungen Jahren dem Orden des hl. Basilius bei und wurde ein starker Verfechter der Union von Brest, welche die orthodoxe Kirche in der polnisch-litauischen Union mit Rom vereinte. Josaphat war bekannt für seine außergewöhnliche Askese, sein überzeugendes Predigen und seinen Einsatz für die Einheit der Kirche. Als Erzbischof von Polozk versuchte er, Konflikte zwischen den Christen verschiedener Konfessionen zu mildern, was ihm jedoch sowohl Bewunderung als auch heftigen Widerstand einbrachte. Besonders diejenigen, die von der Union nichts wissen wollten, lehnten seine Reformen häufig energisch ab. 1623 fiel er schließlich einem gewaltsamen Angriff zum Opfer – sein Tod wurde schon bald als Märtyrertod für die Einheit der Kirche verehrt. Auch wenn viele Einzelheiten seines Lebens legendenhaft ausgeschmückt wurden, zeigt die allgemeine Überlieferung doch seinen Einsatz für den Frieden und die Versöhnung in turbulenten Zeiten. Die katholische Kirche ehrt ihn als einen starken Zeugen für die Einheit und als Fürsprecher der Ostkirchen.

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Fragen zu Hl. Josaphat, Bischof und Märtyrer (Novus Ordo Missae)

Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

LesungPhm 7-20

Geliebter Bruder,
deine Liebe hat mir schon viel Freude und Trost gebracht,
denn durch dich, Bruder, haben die Herzen der Gläubigen Ruhe gefunden.
Zwar hätte ich in Christus völlige Freiheit,
dir vorzuschreiben, was zu tun ist,
aber ich ziehe es vor, dich aus Liebe zu bitten:
ich, Paulus, so wie ich bin, ein alter Mann
und zudem jetzt Gefangener um Christi Jesu willen,
ich habe eine Bitte an dich für Onesimus,
mein Kind, dem ich im Gefängnis das Leben in Christus geschenkt habe.
Dieser Onesimus (dessen Name „nützlich“ bedeutet)
war dir eine Zeitlang nutzlos,
aber jetzt ist er dir wie mir sehr nützlich.
Ich schicke ihn dir zurück,
ihn, der mein Herz ist.
Ich hätte ihn gerne bei mir behalten,
damit er mir in deinem Namen Dienste leistet,
mir, der ich um des Evangeliums willen im Gefängnis bin.
Aber ich wollte nichts ohne deine Zustimmung tun,
damit du das Gute nicht aus Zwang, sondern freiwillig tust.
Wenn er für eine Weile von dir getrennt war,
dann vielleicht, damit du ihn für immer zurückbekommst,
nicht mehr als Sklaven,
sondern mehr als einen Sklaven, als einen geliebten Bruder:
er ist es mir wirklich,
wie viel mehr wird er es dir sein,
menschlich und im Herrn.
Wenn du mich also als deinen Mitstreiter ansiehst,
so nimm ihn auf wie mich.
Wenn er dir aber Unrecht zugefügt hat oder dir etwas schuldet,
rechne es mir an.
Ich, Paulus, schreibe dies eigenhändig:
Ich werde es dir zurückerstatten.
Ich will nicht weiter erwähnen, dass auch du mir gegenüber in der Schuld stehst –
und zwar mit deinem eigenen Leben.
Ja, Bruder, schenke mir diese Freude im Herrn,
lass mein Herz Ruhe finden in Christus.

            – Wort des Herrn.

PsalmPs 145 (146), 6c-7, 8-9a, 9bc-10

Der Herr bleibt in Treue für immer,
er verschafft den Unterdrückten Recht;
den Hungernden gibt er Brot;
der Herr befreit die Gefangenen.

Der Herr öffnet den Blinden die Augen,
der Herr richtet die Niedergeschlagenen auf,
der Herr liebt die Gerechten,
der Herr beschützt den Fremden.

Er stützt Witwe und Waisen,
er lässt die Schritte des Bösen in die Irre gehen.
Von Geschlecht zu Geschlecht herrscht der Herr:
dein Gott, o Zion, in Ewigkeit!

EvangeliumLc 17, 20-25

In jener Zeit,
als die Pharisäer Jesus fragten,
wann das Reich Gottes komme,
antwortete er ihnen:
„Das Kommen des Reiches Gottes ist nicht beobachtbar.
Man wird nicht sagen: ‚Siehe, hier ist es!‘ oder: ‚Da ist es!‘
Denn seht, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“
Dann sagte er zu den Jüngern:
„Es werden Tage kommen,
da werdet ihr euch sehnen, einen einzigen Tag des Menschensohnes zu sehen,
und ihr werdet ihn nicht sehen.
Man wird euch sagen: ‚Dort ist er!‘ oder: ‚Hier ist er!‘
Geht nicht hin, lauft ihnen nicht nach.
Denn wie der Blitz aufleuchtet
und den ganzen Himmel von einem Ende zum anderen erhellt,
so wird der Menschensohn an seinem Tag sein.
Vorher aber muss er vieles leiden
und von dieser Generation verworfen werden.“

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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