12. Oktober
Montag, 28. Woche im Jahreskreis
Jahr II
Am 12. Oktober feiert die Kirche keinen besonderen Heiligengedenktag, sondern begeht einen gewöhnlichen Werktag im Jahreskreis, auch als "feria" bezeichnet. Diese Tage ohne besonderen Heiligen oder Fest erinnern die Gläubigen daran, dass das christliche Leben nicht nur aus außergewöhnlichen Feiern und Hochfesten besteht, sondern vor allem im Alltag mit Gott gelebt wird. Im liturgischen Kalender sind solche Tage Gelegenheiten, um die fortlaufende Lesung der Heiligen Schrift zu vertiefen und durch das Gebet sowie die Eucharistie die Beziehung zu Gott zu stärken. Gerade die werktägliche Liturgie lädt ein, in der Stille und Einfachheit Gott im Alltag zu begegnen, Dankbarkeit zu üben und sich neu auf das Wesentliche des Glaubens zu besinnen. Die Kirche schätzt diese "feriae", weil sie Raum geben, die Grundvollzüge christlichen Lebens zu feiern und geistlich zu wachsen.
Trotz der scheinbaren Unspektakularität dieser Tage steckt darin eine tiefe Einladung: Gott begegnet uns nicht nur in den großen Festen, sondern ganz besonders auch im Gewöhnlichen, in den unscheinbaren Momenten des Alltags. Die liturgische Farbe Grün erinnert dabei an das Wachsen und Reifen des Glaubens – ein langer Weg, der Tag für Tag beschritten wird.
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Fragen zu Montag, 28. Woche im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungGa 4, 22-24.26-27.31 – 5, 1
Brüder,
es steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte,
einen von der Magd geboren,
und einen von der freien Frau.
Der Sohn der Magd wurde nach dem Fleisch geboren;
der der freien Frau jedoch aufgrund einer Verheißung Gottes.
Diese Ereignisse haben eine symbolische Bedeutung:
die beiden Frauen stehen für die zwei Bündnisse.
Das erste Bündnis, das vom Berg Sinai,
bringt Kinder zur Welt, die Sklaven sind;
das ist Hagar, die Magd.
während das Jerusalem droben frei ist,
und sie ist unsere Mutter.
Denn die Schrift sagt:
Freue dich, Unfruchtbare, die du nicht gebierst;
juble laut vor Freude,
du, die du die Wehen nicht kennst,
denn die Kinder der verlassenen Frau sind zahlreicher
als die der Frau, die den Mann hat.
Also, Brüder,
wir sind nicht Kinder einer Magd,
sondern Kinder der freien Frau.
Christus hat uns zur Freiheit befreit.
Bleibt also standhaft,
und lasst euch nicht wieder unter das Joch der Knechtschaft legen.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 112 (113), 1-2, 3-4, 5a.6-7
Lobt, ihr Knechte des Herrn,
lobt den Namen des Herrn!
Gepriesen sei der Name des Herrn,
jetzt und in Ewigkeit!
Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang
sei gelobt der Name des Herrn!
Der Herr ist erhaben über alle Völker,
seine Herrlichkeit überragt die Himmel.
Wer ist wie der Herr, unser Gott?
Er neigt sein Auge auf Himmel und Erde.
Aus dem Staub erhebt er den Geringen,
aus dem Schmutz hebt er den Armen empor.
EvangeliumLc 11, 29-32
In jener Zeit,
während sich immer mehr Menschen versammelten,
begann Jesus zu sprechen:
„Diese Generation ist eine böse Generation:
sie verlangt ein Zeichen,
doch als Zeichen
wird ihr nur das Zeichen des Jona gegeben werden.
Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war,
so wird auch der Menschensohn für diese Generation ein Zeichen sein.
Beim Gericht wird die Königin des Südens auftreten
zusammen mit den Männern dieser Generation,
und sie wird sie verurteilen.
Sie ist nämlich von den Enden der Erde gekommen,
um die Weisheit Salomos zu hören,
und hier ist mehr als Salomo.
Beim Gericht werden die Einwohner von Ninive auftreten
zusammen mit dieser Generation,
und sie werden sie verurteilen;
sie haben sich nämlich auf die Predigt des Jona hin bekehrt,
und hier ist mehr als Jona.“
– Lob sei dir, o Christus, für dieses heilige Wort.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org