13. Oktober
Dienstag, 28. Woche im Jahreskreis
Jahr II
Am 13. Oktober feiert die Kirche keine besondere Heiligengedenkfeier, sondern begeht einen sogenannten "ferialen Tag" oder einfach "Werktag" im Jahreskreis. Diese "feria" ist eine Zeit, in der keine herausragenden Feste oder Gedenktage von Heiligen oder speziellen Geheimnissen des Glaubens begangen werden. Die Liturgie richtet sich an solchen Tagen ganz auf den fortlaufenden biblischen Lesungen und das tägliche Gebet aus, sodass die Gläubigen in besonderer Weise zur Meditation über das Wort Gottes eingeladen sind. Der Jahreskreis stärkt das Bewusstsein dafür, dass das Alltagsleben, die täglichen Herausforderungen und Freuden genauso Teil unseres Glaubensweges sind wie die großen Feste. Die Kirche sieht in diesen Tagen eine Möglichkeit, Gott im Alltag zu suchen und zu finden, und nicht nur in den außergewöhnlichen Momenten. Die liturgische Farbe ist gewöhnlich grün und steht für Wachstum, Hoffnung und Leben im Glauben, was die Bedeutung dieser Zeit unterstreicht. Diese Werktage erinnern daran, dass jede Woche, jeder Tag und jede Stunde dazu bestimmt sind, im Geist Christi gelebt zu werden – selbst ohne besonderen äußeren Anlass. So lädt die Kirche an gewöhnlichen Werktagen ein, im Einfachen und Alltäglichen das Wirken Gottes zu entdecken.
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Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Fragen zu Dienstag, 28. Woche im Jahreskreis (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungGa 5, 1-6
Brüder,
Christus hat uns befreit,
damit wir frei sind.
So steht nun fest
und lasst euch nicht wieder in das Joch der Knechtschaft spannen.
Ich, Paulus, sage euch:
Wenn ihr euch beschneiden lasst,
wird Christus euch nichts nützen.
Ich bezeuge es nochmals:
Jeder Mann, der sich beschneiden lässt,
ist verpflichtet, das ganze Gesetz des Mose zu halten.
Ihr, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt,
habt euch von Christus getrennt,
ihr seid aus der Gnade gefallen.
Wir aber erwarten durch den Geist aus dem Glauben
die Gerechtigkeit, auf die wir hoffen.
Denn in Christus Jesus gilt weder die Beschneidung noch das Unbeschnittensein,
sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 118 (119), 41.43, 44-45, 47-48
Deine Liebe komme zu mir, Herr,
und dein Heil nach deinem Wort.
Entzieh meinem Mund das Wort der Wahrheit nicht,
Denn auf deine Entscheidungen hoffe ich.
Stets will ich dein Gesetz bewahren,
jederzeit und für immer.
In Freiheit werde ich meinen Weg gehen,
denn nach deinen Vorschriften suche ich.
Ich habe meine Freude an deinen Geboten,
ja, ich liebe sie wirklich.
Meine Hände erhebe ich zu deinen Geboten, die ich liebe,
und denke über deine Satzungen nach.
EvangeliumLc 11, 37-41
In jener Zeit
während Jesus sprach,
lud ihn ein Pharisäer zum Mittagessen ein.
Jesus ging zu ihm und legte sich zu Tisch.
Der Pharisäer wunderte sich,
als er sah, dass er sich vor dem Mahl nicht gewaschen hatte.
Der Herr sagte zu ihm:
»Ihr Pharisäer!
Ihr reinigt das Äußere von Becher und Teller,
aber innen seid ihr voller Gier und Bosheit.
Unverständige! Hat nicht der, der das Äußere gemacht hat,
auch das Innere gemacht?
Gebt vielmehr von dem, was ihr habt, Almosen,
dann wird euch alles rein sein.«
– Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org