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Der Heilige des Tages · 15. August

Mariä Himmelfahrt

Solennité de la Vierge Marie

Liturgische Farbe : Weiß


Am 15. August feiert die Kirche das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, auf Deutsch meist "Mariä Himmelfahrt" genannt. Dieses Fest nimmt eine bedeutende Stellung im kirchlichen Jahreskreis ein: Es erinnert an den Glauben, dass die Mutter Jesu mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde. Diese Überzeugung wurde 1950 von Papst Pius XII. als Dogma definiert, hat jedoch bereits tiefe Wurzeln in der frühkirchlichen Überlieferung und Liturgie. Obwohl es keine historischen Quellen über die letzten Lebenstage Mariens gibt, bezeugen viele Texte und Legenden der Kirche die tiefe Verehrung und Hoffnung, die die Gläubigen mit ihrem Schicksal verbinden.

Mariä Himmelfahrt ist nicht nur ein Fest für Maria als Einzelperson, sondern verweist auch auf die christliche Hoffnung auf die endgültige Auferstehung und Vollendung in Gott. Besonders in katholisch geprägten Regionen ist der Tag mit zahlreichen Volksbräuchen verbunden, wie Kräuterweihen und Prozessionen. Spirituell betrachtet wird Maria als Urbild der Kirche und der Glaubenden gesehen, die – wie Maria – zur Fülle des Lebens bei Gott berufen sind. Die Liturgie des Tages ist geprägt von Freude und Dankbarkeit für dieses große Zeichen göttlicher Gnade und Verheißung.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Sie brachten die Lade Gottes herbei und stellten sie mitten in das Zelt, das David für sie errichtet hatte » — 1 Ch 15, 3-4.15-16 ; 16, 1-2

In jenen Tagen
     versammelte David ganz Israel in Jerusalem,
um die Lade des Herrn
an den für sie vorbereiteten Platz hinaufzubringen.
    Er versammelte die Söhne Aarons und die Leviten.
    Die Leviten trugen die Lade Gottes
mit Stangen auf ihren Schultern,
wie Mose es auf das Wort des Herrn hin angeordnet hatte.
    David sagte zu den Oberen der Leviten,
dass sie ihre Brüder, die Sänger,
mit ihren Instrumenten aufstellen sollten,
Harfen, Zithern und Zimbeln,
damit sie mit lautem Klang Freude ausdrücken.
     So brachten sie also die Lade Gottes
und stellten sie mitten in das Zelt,
das David für sie errichtet hatte.
Dann brachten sie Gott Brandopfer dar
und Heilsopfer.
    Als David die Brandopfer und die Heilsopfer vollendet hatte,
segnete er das Volk im Namen des Herrn.

    – Wort des Herrn.

Ps 131, 7-8, 9-10, 13-14

Lasst uns eintreten in die Wohnung Gottes,
lasst uns niederfallen an den Füßen seines Thrones.
Steige auf, Herr, zu deinem Ruheort,
du und die Lade deiner Macht!

Mögen deine Priester mit Gerechtigkeit bekleidet sein,
mögen deine Frommen jubeln vor Freude!
Um Davids willen, deines Knechtes,
weise das Antlitz deines Gesalbten nicht ab.

Denn der Herr hat Zion erwählt;
es ist die Wohnstatt, die er begehrt hat:
« Hier ist meine Ruhe für immer,
das ist die Wohnstatt, die ich ersehnt habe. »

« Gott schenkt uns den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus » — 1 Co 15, 54b-57

Brüder,
    wenn dieses vergängliche Wesen
Unvergänglichkeit anziehen wird,
wird das Wort der Schrift erfüllt:
Der Tod ist verschlungen vom Sieg.
    Tod, wo ist dein Sieg?
Tod, wo ist dein Stachel?

    Der Stachel des Todes
ist die Sünde;
und die Kraft der Sünde
ist das Gesetz.
    Gott sei Dank, der uns den Sieg schenkt
durch Jesus Christus, unseren Herrn.

    – Wort des Herrn.

« Selig die Mutter, die dich getragen hat! » — Lc 11, 27-28

In jener Zeit,
    während Jesus sprach,
erhob eine Frau mitten in der Menge ihre Stimme
und sagte zu ihm:
« Selig die Mutter, die dich getragen hat,
und deren Brust dich genährt hat! »
    Da sagte Jesus zu ihr:
« Selig vielmehr, die das Wort Gottes hören
und es bewahren! »

    – Lob sei dir, Christus, für das Evangelium.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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