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Der Heilige des Tages · 17. Juli

Werktag im Jahreskreis

Wochentag

Liturgische Farbe : Grün


Am heutigen Tag feiert die Kirche kein besonderes Fest und ehrt keinen bestimmten Heiligen – stattdessen handelt es sich um einen sogenannten "Feria"-Tag im liturgischen Kalender. Dieser Begriff stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet einen Werktag außerhalb der großen Feste und Gedenktage. Der liturgische Charakter solcher Tage ist geprägt von der "gewöhnlichen Zeit" ("Tempus per annum" oder "Zeit im Jahreskreis"), in der Gläubige eingeladen sind, das alltägliche Wirken Gottes zu erkennen und im Vertrauen auf Christus zu wachsen. Diese Phase des Jahres betont besonders das fortwährende christliche Leben – Gebet, Arbeit, Gemeinschaft und Glaubenspraxis im Alltag. Sie erinnert daran, dass Heiligkeit sich nicht allein in großen Taten oder an besonderen Tagen zeigt, sondern auch im treuen Erfüllen des täglichen Lebens. Die liturgische Farbe Grün unterstreicht Wachstum, Hoffnung und stille Reifung des Glaubens. In der Messe werden an Ferientagen die täglichen biblischen Lesungen betrachtet, die uns inspirieren, Gottes Wort tiefer zu verstehen und ins Leben zu übertragen.

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Regionale Besonderheiten

  • AfrikaHl. Speratus und Gefährten, Märtyrer

Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Ich habe dein Gebet gehört, ich habe deine Tränen gesehen » — Is 38, 1-6.21-22.7-8

    In jenen Tagen
lag König Hiskija todkrank da.
Der Prophet Jesaja, der Sohn des Amos, kam zu ihm und sagte:
„So spricht der Herr:
Bestelle dein Haus,
denn du wirst sterben, du wirst nicht gesund werden.“
    Hiskija wandte sein Gesicht zur Wand
und betete so zum Herrn:
    „Ach, Herr, erinnere dich!
Ich bin vor dir gegangen,
in Treue und mit ungeteiltem Herzen,
und ich habe getan, was in deinen Augen gut ist.“
Und Hiskija weinte sehr.
    Da erging das Wort des Herrn an Jesaja:
    „Geh und sage Hiskija:
So spricht der Herr, der Gott deines Vaters David:
Ich habe dein Gebet gehört,
ich habe deine Tränen gesehen.
Ich werde deinem Leben fünfzehn Jahre hinzufügen.
    Ich werde dich und diese Stadt retten,
aus der Hand des Königs von Assur,
und ich werde diese Stadt beschützen.“
    Dann sagte Jesaja:
„Bringt einen Feigenkuchen;
legt ihn auf das Geschwür, dann wird der König leben.“
    Hiskija sagte:
„An welchem Zeichen werde ich erkennen,
dass ich zum Haus des Herrn hinaufgehen kann?“
    – „Hier ist das Zeichen, das der Herr dir gibt,
um zu zeigen, dass er sein Versprechen erfüllt:
    Ich werde den Schatten auf der Sonnenuhr des Ahas
um zehn Stufen zurückgehen lassen,
der schon heruntergestiegen ist.“
Und die Sonne ging auf der Sonnenuhr
die zehn Stufen zurück, die sie schon hinabgestiegen war.

            – Wort des Herrn.

Is 38, 10, 11, 12abcd, 16-17a

Ich sagte: In der Mitte meiner Tage
gehe ich dahin;
mein Platz ist bei den Toten
für das Ende meiner Jahre.

Ich sagte: Ich werde den Herrn nicht mehr sehen
im Land der Lebenden,
kein menschliches Antlitz mehr
unter den Bewohnern der Welt!

Meine Wohnung ist mir genommen, fortgerissen,
wie ein Hirtenzelt.
Wie ein Weber habe ich mein Leben abgewickelt:
der Faden ist abgeschnitten.

„Der Herr ist bei ihnen: sie werden leben!
Alles, was in ihnen lebt, lebt durch seinen Geist!“
Ja, du wirst mich heilen, du gibst mir das Leben wieder:
Siehe, meine Bitterkeit verwandelt sich in Frieden.

« Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat » — Mt 12, 1-8

    In jener Zeit, an einem Sabbat,
ging Jesus durch die Kornfelder;
seine Jünger hatten Hunger,
und sie fingen an, Ähren auszureißen und zu essen.
    Als das die Pharisäer sahen, sagten sie zu ihm:
„Sieh doch, deine Jünger tun,
was am Sabbat nicht erlaubt ist!“
    Er aber sagte zu ihnen:
„Habt ihr nicht gelesen, was David tat,
als er und seine Begleiter hungrig waren?
    Er ging in das Haus Gottes,
und sie aßen die Schaubrote;
doch weder er noch die anderen durften davon essen,
sondern nur die Priester.
    Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen,
dass am Sabbat die Priester im Tempel
den Sabbat verletzen und dennoch keine Schuld haben?
    Ich aber sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel.
    Wenn ihr verstanden hättet, was das heißt:
Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer,
    dann hättet ihr nicht die Unschuldigen verurteilt.
Denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.“

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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