17. Oktober
Hl. Ignatius von Antiochien
Samstag, 28. Woche im Jahreskreis — Jahr II
Der Hl. Ignatius von Antiochien war ein bedeutender Bischof und Märtyrer der frühen Kirche. Wahrscheinlich um das Ende des 1. Jahrhunderts wurde er Bischof der damals wichtigen christlichen Gemeinde in Antiochien, einer Stadt im heutigen Syrien. Seine Bedeutung liegt vor allem in seinen Briefen, die er auf dem Weg nach Rom verfasste, wo ihm der Märtyrertod drohte. In diesen Briefen, von denen sieben erhalten sind, bezeugt er einen tiefen Glauben an Christus, eine große Sehnsucht nach der Gemeinschaft mit Gott und eine überzeugte Treue zur Einheit und Struktur der Kirche.
Ignatius ist einer der ersten, der das Wort „katholisch“ verwendet, um die universale Kirche zu beschreiben. Er legte besonderen Wert auf die Einheit der Kirche unter dem Bischof und warnte vor Spaltungen und Irrlehren. Für ihn stand das Martyrium als höchste Form der Nachfolge Christi, die er bewusst annahm. Die Schilderung seines bevorstehenden Todes zeugt von einer tiefen Hoffnung und Freude, da er darin die Vollendung seines Glaubensweges sah.
Sein Tod wird oft auf das frühe 2. Jahrhundert datiert, als Kaiser Trajan regierte, doch genaue Jahreszahlen sind nicht gesichert. Der Gedenktag des Hl. Ignatius erinnert die Kirche daran, wie wertvoll das Zeugnis für Christus, die Einheit und das Festhalten an der Wahrheit sind. Die Kirche ehrt ihn daher als Vorbild im Glauben und als einen ihrer ersten theologischen Lehrer.
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Fragen zu Hl. Ignatius von Antiochien (Novus Ordo Missae)
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
LesungEp 1, 15-23
Brüder,
da ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus gehört habe,
und von eurer Liebe zu allen Gläubigen,
höre ich nicht auf, Dank zu sagen,
wenn ich in meinen Gebeten an euch denke:
dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus,
der Vater in seiner Herrlichkeit,
euch einen Geist der Weisheit gebe,
der euch ihn offenbart und euch wirklich erkennen lässt.
Er öffne eurem Herzen die Augen für sein Licht,
damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung er euch berufen hat,
das herrliche, überaus reiche Erbe, das ihr mit den Gläubigen teilt,
und welche unvergleichliche Kraft
er an uns, den Glaubenden, wirksam werden lässt:
das ist die Kraft, die Macht, die Energie,
die er an Christus erwiesen hat,
als er ihn von den Toten auferweckte
und ihn zu seiner Rechten im Himmel sitzen ließ.
Er hat ihn über alle himmlischen Mächte erhoben:
Herrschaft, Gewalt, Macht und Autorität,
über jeden Namen, den man nennen kann,
nicht nur in dieser, sondern auch in der kommenden Welt.
Alles hat er ihm zu Füßen gelegt
und, ihn über alles erhöht,
hat er ihn zum Haupt der Kirche gemacht, die sein Leib ist,
und die Kirche ist die ganze Erfüllung Christi,
den Gott ganz und gar mit seiner Fülle erfüllt.
– Wort des Herrn.
PsalmPs 8, 2-3a, 4-5, 6-7
O Herr, unser Gott,
wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!
Bis zum Himmel wird deine Herrlichkeit besungen
durch den Mund der Kinder, der kleinen Kinder.
Wenn ich deinen Himmel sehe, das Werk deiner Finger,
den Mond und die Sterne, die du befestigt hast,
was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Sohn, dass du für ihn sorgst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt;
du hast ihn über die Werke deiner Hände gesetzt,
alles hast du ihm zu Füßen gelegt.
EvangeliumLc 12, 8-12
In jener Zeit
sagte Jesus zu seinen Jüngern:
„Ich sage euch:
Wer immer sich zu mir bekennt vor den Menschen,
zu dem wird sich auch der Menschensohn bekennen
von den Engeln Gottes.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet,
wird auch selbst vor den Engeln Gottes verleugnet werden.
Wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt,
dem wird vergeben werden;
wer aber den Heiligen Geist lästert,
dem wird nicht vergeben werden.
Wenn man euch vor Synagogen,
vor Richter und Autoritäten führt,
macht euch keine Sorgen,
wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt.
Denn der Heilige Geist wird euch in jener Stunde lehren,
was ihr sagen müsst.“
– Wort des lebendigen Gottes.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org