Der Heilige des Tages · 27. Juli
Werktag im Jahreskreis
WochentagLiturgische Farbe : Grün
Der heutige Tag im liturgischen Kalender ist ein sogenannter 'ferialer Tag', also ein Werktag ohne eigenes Heiligen- oder Festgedenken. In der Zeit im Jahreskreis, die wir derzeit begehen, lädt dieser Tag besonders zur Besinnung auf das alltägliche Leben und das Wachstum im Glauben ein. Die Kirche erinnert uns daran, dass das Streben nach Heiligkeit nicht nur in großen Festen und an besonderen Tagen geschieht, sondern gerade im gewöhnlichen Alltag. Während der Jahreskreis nicht von außergewöhnlichen Hochfesten geprägt ist, steht die liturgische Farbe Grün symbolisch für Leben, Hoffnung und das stete Wachsen.
Diese 'gewöhnlichen' Tage bieten Raum, sich auf das Wort Gottes, das tägliche Gebet und Werke der Nächstenliebe zu konzentrieren. Sie erinnern daran, dass Gott in allen Momenten des Lebens gegenwärtig ist. Auch das Beispiel zahlreicher unbekannter Heiliger und Glaubender, deren Namen keinen festen Platz im Kalender haben, kann an solchen Tagen ermutigen, im Glauben beständig zu bleiben. Ferialtage regen dazu an, die eigene Berufung als Christ im Alltag tiefer zu reflektieren und das Evangelium im täglichen Tun zu verkörpern.
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Dieses böse Volk wird so werden wie dieser Gürtel, der unbrauchbar ist » — Jr 13, 1-11
So sprach der Herr zu mir:
„Geh, kaufe dir einen Leingürtel
und lege ihn um deine Hüften.
Vermeide es, ihn ins Wasser zu tauchen.”
Nach dem Wort des Herrn kaufte ich einen Gürtel
und legte ihn um meine Hüften.
Wieder erging das Wort des Herrn an mich:
„Mit dem Gürtel, den du gekauft hast
und den du um deine Hüften trägst,
steh auf, geh zum Euphrat,
und verstecke ihn dort in der Spalte eines Felsens.”
So ging ich hin und versteckte ihn am Euphrat,
wie der Herr mir befohlen hatte.
Nach langer Zeit sprach der Herr zu mir:
„Steh auf, geh zum Euphrat,
und hole den Gürtel wieder hervor,
den ich dir befohlen hatte, dort zu verstecken.”
So ging ich zum Euphrat, grub,
und ich nahm den Gürtel wieder hervor
von dem Ort, an dem ich ihn versteckt hatte.
Und siehe, der Gürtel war verdorben, unbrauchbar!
Da erging das Wort des Herrn an mich:
„So spricht der Herr:
So werde ich den großen Stolz
von Juda und Jerusalem verderben lassen.
Dieses böse Volk,
das dem Trieb seines verhärteten Herzens folgt
und anderen Göttern nachläuft,
um ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen,
es wird so werden wie dieser Gürtel,
der unbrauchbar ist.
Denn wie ein Mann
sich einen Gürtel um die Hüften bindet,
so hatte ich das ganze Haus Israel
und das ganze Haus Juda an mich gebunden
– Spruch des Herrn –
damit sie mein Volk seien,
mein Ruhm, mein Lob und mein Schmuck.
Aber sie haben nicht gehört!”
– Wort des Herrn.
Dt 32, 18-19, 20, 21
Du missachtest den Felsen, der dich gezeugt hat;
den Gott, der dich gezeugt hat, vergisst du.
Der Herr sah es: er missbilligt
seine Söhne und Töchter, die ihn erzürnt haben.
Er sprach: „Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen
und sehen, was ihnen weiter geschieht.
ja, es ist ein verderbtes Geschlecht,
es sind Kinder ohne Treue.
„Sie haben mich mit einem Gott, der kein Gott ist, eifersüchtig gemacht,
und mit ihren nichtigen Götzen erzürnt;
ich aber werde sie eifersüchtig machen
durch ein Volk, das kein Volk ist,
sie erzürnen durch ein törichtes Volk.”
« Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, so dass die Vögel des Himmels in seinen Zweigen nisten » — Mt 13, 31-35
In jener Zeit
trug Jesus den Menschen eine weitere Gleichnis vor:
„Mit dem Himmelreich ist es wie
mit einem Senfkorn,
das ein Mann nahm und auf seinem Feld säte.
Es ist das kleinste unter allen Samenkörnern,
aber wenn es gewachsen ist,
ist es größer als die anderen Gartenpflanzen
und wird zu einem Baum,
sodass die Vögel des Himmels kommen
und in seinen Zweigen nisten.”
Er sagte ihnen ein weiteres Gleichnis:
„Mit dem Himmelreich ist es wie
mit dem Sauerteig, den eine Frau nahm
und unter drei Maß Mehl mengte,
bis das ganze Mehl durchsäuert war.”
Das alles sagte Jesus den Menschen in Gleichnissen,
und er redete nie zu ihnen, ohne Gleichnisse zu gebrauchen,
damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt ist:
Ich öffne meinen Mund in Gleichnissen,
ich verkünde, was seit der Erschaffung der Welt verborgen war.
– Wort des lebendigen Gottes.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org