Der Heilige des Tages · 28. Juli
ferialer Tag
WochentagLiturgische Farbe : Grün
Am heutigen Tag begeht die Kirche keinen besonderen Fest- oder Gedenktag eines Heiligen, sondern feiert den sogenannten 'ferialen Tag' im Jahreskreis. Diese Wochentage, an denen keine speziellen Gedenk- oder Festfeiern stattfinden, sind dennoch von Bedeutung, da sie das Alltagsleben der Kirche strukturieren. Der Jahreskreis, auch 'Zeit im Jahreskreis' genannt, ist die längste liturgische Zeit im Kirchenjahr; er unterbricht die großen Festzeiten wie Weihnachten und Ostern, um Raum für das alltägliche Wachsen im Glauben zu geben. Die liturgische Farbe Grün symbolisiert Hoffnung und das Wachstum des geistlichen Lebens. Ferialtage laden dazu ein, im Alltag die Gegenwart Gottes zu entdecken und im Gebet und der Sorge füreinander zu wachsen. Auch spenden sie Gelegenheit, persönliche Anliegen und Bitten vor Gott zu bringen. Sie erinnern daran, dass das Christsein nicht nur an hohen Feiertagen gelebt wird, sondern besonders im schlichten Alltag. Diese Tage können individuell gestaltet werden, etwa durch bewusstes Gebet, Lektüre der Heiligen Schrift oder Werke der Nächstenliebe. Die Kirche bewahrt durch diese Tage den Rhythmus von Fest und Alltag, damit der Glaube in allen Lebenslagen weiterwurzeln kann.
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Herr, erinnere dich: zerbrich nicht deinen Bund mit uns! » — Jr 14, 17-22
Meine Augen mögen tränenüberströmt fließen
Tag und Nacht, ohne aufzuhören!
Sie ist verwundet von einer großen Wunde,
die Jungfrau, die Tochter meines Volkes,
getroffen von einer tiefen Verletzung.
Gehe ich hinaus aufs Feld,
sehe ich die Opfer des Schwertes;
komme ich in die Stadt,
sehe ich die Hungernden.
Sogar der Prophet, sogar der Priester
ziehen durchs Land, ohne zu verstehen.
Hast du Juda also verworfen?
Hast du Ekel vor Zion?
Warum schlägst du uns ohne Heilung?
Wir warteten auf Frieden, doch es kam nichts Gutes!
Die Zeit der Heilung – aber da war nur Schrecken!
Herr, wir kennen unser Auflehnen,
die Schuld unserer Väter:
ja, wir haben gegen dich gesündigt!
Um deines Namens willen, verachte nicht,
demütige nicht den Thron deiner Herrlichkeit!
Erinnere dich:
zerbrich deinen Bund mit uns nicht!
Gibt es unter den Götzen der Völker
einen, der Regen geben könnte?
Ist es der Himmel, der uns den Regen schenkt?
Bist nicht du es, Herr, unser Gott?
Wir hoffen auf dich,
denn du hast all dies getan.
– Wort des Herrn.
Ps 78 (79), 5a.8, 9, 11.13ab
Wie lange, Herr, wird dein Zorn dauern?
Behalte nicht gegen uns die Sünden unserer Vorfahren:
schnell komme zu uns dein Erbarmen,
denn wir sind am Ende unserer Kraft!
Hilf uns, Gott unser Retter,
um der Ehre deines Namens willen!
Erlöse uns, tilge unsere Schuld,
um deines Namens willen!
Möge das Klagen der Gefangenen vor dich kommen!
Dein Arm ist mächtig: verschone die zum Tod bestimmten.
Und wir, dein Volk, die Herde, die du führst,
wir werden dir ohne Ende danken.
« So wie das Unkraut ausgerissen und ins Feuer geworfen wird, so wird es am Ende der Welt sein » — Mt 13, 36-43
In jener Zeit
verließ Jesus die Volksmengen und ging ins Haus.
Seine Jünger kamen zu ihm und sagten:
„Erkläre uns deutlich
das Gleichnis vom Unkraut auf dem Feld.“
Er antwortete ihnen:
„Der, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn;
das Feld ist die Welt;
der gute Samen, das sind die Kinder des Reiches;
das Unkraut, das sind die Kinder des Bösen.
Der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel;
die Ernte ist das Ende der Welt;
die Schnitter sind die Engel.
Wie man nun das Unkraut ausreißt
um es ins Feuer zu werfen,
so wird es am Ende der Welt sein.
Der Menschensohn wird seine Engel senden,
und sie werden aus seinem Reich entfernen
alle Ärgernisse
und die, die das Böse tun;
sie werden sie in den Feuerofen werfen:
dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne
im Reich ihres Vaters.
Wer Ohren hat,
der höre!“
– Lob sei dir, Christus, für das Wort Gottes.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org