Der Heilige des Tages · 31. Juli
Hl. Ignatius von Loyola
GedenktagFreitag, 17. Woche im Jahreskreis
Liturgische Farbe : Weiß
Der heilige Ignatius von Loyola war ein spanischer Priester und Mystiker, der im 16. Jahrhundert lebte. Nach einer schweren Verwundung während seiner Zeit als Soldat erlebte Ignatius eine tiefe innere Bekehrung und widmete fortan sein Leben ganz Gott. Er ist der Begründer der Gesellschaft Jesu, besser bekannt als die Jesuiten, einer Ordensgemeinschaft, die sich besonders durch die Förderung von Bildung, Mission und geistlicher Exerzitien auszeichnet. Ignatius' berühmtestes Werk sind die Geistlichen Übungen, ein Leitfaden für persönliches Gebet und geistliches Wachstum. Sein Einfluss erstreckt sich sowohl auf die spirituelle Erneuerung der Kirche in der Zeit der Gegenreformation als auch auf die weltweite Verbreitung des Christentums durch Mission und Bildungsarbeit. Die Kirche gedenkt des heiligen Ignatius von Loyola, weil sein Beispiel uns an die Macht der Umkehr und an den Auftrag erinnert, Christus in allen Dingen zu suchen und zu finden. Seine Spiritualität prägt bis heute viele Gläubige und Gemeinschaften.
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Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Das ganze Volk versammelte sich um Jeremia im Haus des Herrn » — Jr 26, 1-9
Zu Beginn der Herrschaft Jojakims,
des Sohnes Josias, des Königs von Juda,
erging dieses Wort vom Herrn:
So spricht der Herr:
Stelle dich in den Hof des Hauses des Herrn.
Zu den Leuten aus allen Städten Judas,
die kommen, um sich im Haus des Herrn niederzuwerfen,
sollst du alle Worte sagen,
die ich dir aufgetragen habe, ihnen zu verkünden;
lass kein einziges Wort aus.
Vielleicht werden sie hören
und jeder von seinem bösen Weg umkehren?
Dann werde ich das Unheil, das ich ihnen wegen der Bosheit ihrer Taten anzutun gedenke, bereuen.
Du sollst ihnen also sagen:
So spricht der Herr:
Wenn ihr nicht auf mich hört,
wenn ihr nicht nach meinem Gesetz lebt,
das ich vor eure Augen gestellt habe,
wenn ihr nicht auf die Worte
meiner Diener, der Propheten, hört,
die ich euch unermüdlich sende,
und denen ihr nicht gehorcht habt,
dann werde ich dieses Haus wie Silo machen
und diese Stadt zum abschreckenden Beispiel des Fluches machen
für alle Völker der Erde.“
Die Priester, die Propheten und das ganze Volk hörten Jeremia,
wie er diese Worte im Haus des Herrn verkündete.
Und als Jeremia zu allem Volk alles gesagt hatte,
was der Herr ihm aufgetragen hatte,
ergriffen ihn die Priester, die Propheten und das ganze Volk
und sagten:
„Du musst sterben!
Warum prophetierst du im Namen des Herrn,
dass dieses Haus wie Silo werden wird,
diese Stadt verwüstet und ohne Bewohner sein wird?“
Und das ganze Volk versammelte sich um Jeremia
im Haus des Herrn.
– Wort des Herrn.
Ps 68 (69), 2.5ab, 5cd.8, 9-10, 14
Rette mich, Gott;
das Wasser steht mir bis zum Hals!
Zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf
sind die, die mich ohne Grund hassen.
Viele sind meine Verleumder,
die mich zu Unrecht verfolgen.
Um deinetwillen ertrage ich Schmach,
und Scham bedeckt mein Gesicht.
Ich bin ein Fremder geworden für meine Brüder,
und ein Unbekannter für die Söhne meiner Mutter.
Der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt;
wer dich beleidigt, trifft auch mich die Beschimpfung.
Ich aber bete zu dir, Herr:
es ist die Zeit deiner Gnade.
In deiner großen Liebe erhöre mich, Gott,
rette mich in deiner Treue!
« Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Woher hat er das alles? » — Mt 13, 54-58
In jener Zeit
ging Jesus in seine Heimat,
und er lehrte die Leute in ihrer Synagoge,
so dass sie staunten
und sagten:
„Woher hat er diese Weisheit
und diese Wunderkräfte?
Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns?
Heißt nicht seine Mutter Maria,
und seine Brüder: Jakobus, Josef, Simon und Judas?
Und leben nicht alle seine Schwestern unter uns?
Woher also hat er das alles?“
Und sie nahmen Anstoß an ihm.
Jesus aber sagte zu ihnen:
„Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seiner Heimat
und in seinem eigenen Haus.“
Und er wirkte dort nicht viele Wunder,
wegen ihres Unglaubens.
– Lobet sei dir, Christus, Wort des lebendigen Gottes.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org