Der Heilige des Tages · 8. August
Hl. Dominikus
GedenktagSamstag, 18. Woche im Jahreskreis
Liturgische Farbe : Weiß
Dominikus von Caleruega, besser bekannt als der heilige Dominikus, wurde um das Jahr 1170 in Spanien geboren. Er gründete den Orden der Predigerbrüder, die Dominikaner, um den Glauben in einer Zeit großer Umbrüche zu stärken und Irrlehren durch Studium, Predigt und ein Leben in evangelischer Armut zu bekämpfen. Dominikus war überzeugt von der Kraft des Wortes Gottes und der Bedeutung der Bildung. Schon früh zeigte er große Barmherzigkeit gegenüber den Armen und setzte sich leidenschaftlich für die Wahrheit des Evangeliums ein. In einer Zeit, in der verschiedene Bewegungen – wie die Katharer – die Kirche herausforderten, wollte Dominikus mit Klugheit, Geduld und liebevoller Überzeugung wirken, statt Gewalt anzuwenden. Obwohl sich Details aus seinem Leben oft mit Legenden vermischen, ist seine tiefe Frömmigkeit und seine Demut vielfach bezeugt. Sein Orden legte besonderes Gewicht auf Studium und die theologische Ausbildung, um das Evangelium glaubwürdig weiterzugeben. Die Kirche erinnert mit der heutigen Feier an sein vorbildliches Leben, an seinen Einsatz für die Wahrheit und an seine Rolle als Fürsprecher für die rechte Lehre. Der Gedenktag lädt ein, wie Dominikus Zeuginnen und Zeugen der Wahrheit zu sein, fest im Glauben, offen für Fragen – und erfüllt von einer tiefen Liebe zu Christus.
Eine Frage zum Fest des Tages stellen
Der liturgische Tag
Lesungen der Messe
« Der Gerechte wird durch seine Treue leben » — Ha 1, 12 – 2, 4
Herr, bist du nicht seit Urzeiten
mein Gott, mein Heiliger,
du, der unsterblich ist?
Herr, du hast die Chaldäer eingesetzt,
um das Gericht zu vollstrecken;
du hast sie zu einem Felsen gemacht,
um die Strafe auszuführen.
Deine Augen sind zu rein, um Böses zu sehen,
du kannst das Unrecht nicht dulden.
Warum schaust du dann auf die Treulosen,
warum schweigst du,
wenn der Böse den Gerechten verschlingt?
Du behandelst die Menschen wie die Fische im Meer,
wie die kriechenden Tiere, über die niemand herrscht.
Der Chaldäer fischt sie alle mit seinem Haken,
er fängt sie mit seinem Netz,
und sammelt sie in seinen Garnen,
das erfüllt ihn mit Freude und Jubel!
Dann bringt er seinem Netz Opfer dar,
und lässt vor seinen Garnen Weihrauch aufsteigen,
denn ihnen verdankt er einen reichen Fang
und eine üppige Speise.
Hört er denn nicht auf, sein Netz zu leeren,
Völker erbarmungslos zu ermorden?
Ich will auf meinem Posten stehen,
mein Wachturmbesteigen,
Ausschau halten, was Gott mir sagen wird,
wie er auf meine Klage antwortet.
Da antwortete mir der Herr:
"Schreibe die Vision auf,
klar und deutlich auf Tafeln,
dass man sie mühelos lesen kann.
Denn es ist eine Vision für die festgesetzte Zeit.
Sie strebt ihrem Ziel zu und täuscht nicht.
Wenn sie sich verzögert, warte auf sie!
Sie wird gewiss eintreffen und nicht ausbleiben.
Siehe, wer überheblich ist, dessen Seele ist nicht aufrichtig in ihm,
aber der Gerechte wird durch seine Treue leben."
– Wort des Herrn.
Ps 9A, 8-9, 10-11, 12-13
Der Herr thront für immer:
Er hat seinen Thron zum Gericht aufgestellt;
er richtet den Erdkreis in Gerechtigkeit
und regiert die Völker in Geradheit.
Er sei der sichere Hort des Bedrängten,
seine Zuflucht in Zeiten der Not:
auf dich vertrauen, die deinen Namen kennen;
du verlässt nicht, Herr, die dich suchen.
Lobt den Herrn, der in Zion wohnt,
verkündet unter den Völkern seine Taten!
Er achtet auf das vergossene Blut, er vergisst nicht,
er vergisst den Schrei der Armen nicht.
« Wenn ihr Glauben habt, wird euch nichts unmöglich sein » — Mt 17, 14-20
In jener Zeit
trat ein Mann zu Jesus,
fiel vor ihm auf die Knie
und sagte:
“Herr, erbarme dich meines Sohnes!
Er ist epileptisch
und leidet schwer.
Oft fällt er ins Feuer
und oft auch ins Wasser.
Ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht,
aber sie konnten ihn nicht heilen.”
Da antwortete Jesus:
“O du ungläubige und verkehrte Generation,
wie lange muss ich noch bei euch sein?
Wie lange muss ich euch noch ertragen?
bringt ihn zu mir!”
Jesus bedrohte den Dämon,
und er fuhr aus ihm aus.
Und in derselben Stunde wurde das Kind geheilt.
Da traten die Jünger zu Jesus
und sagten, als sie allein waren:
“Warum konnten wir
ich ihn nicht austreiben?”
Jesus antwortete ihnen:
“Wegen eures Kleinglaubens.
Amen, ich sage euch:
wenn ihr Glauben habt,
so klein wie ein Senfkorn,
wird ihr zu diesem Berg sagen:
‚Rücke von hier nach dort!‘,
und er wird sich bewegen;
nichts wird euch unmöglich sein.”
– Frohe Botschaft unseres Herrn Jesus Christus.
Liturgische Texte: © AELF — aelf.org