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Der Heilige des Tages · 8. Juli

ferialer Tag

Wochentag

Liturgische Farbe : Grün


Am 8. Juli feiert die Kirche keinen bestimmten Heiligen oder ein spezielles Fest, sondern begeht einen sogenannten "ferialen Tag" (lateinisch: feria). An solchen Tagen steht die Liturgie ganz im Zeichen des gewöhnlichen Kirchenjahres ("Zeit im Jahreskreis"), oft hervorgehoben durch die liturgische Farbe Grün, die Hoffnung und das spirituelle Wachstum symbolisiert. Die Lesungen der Messe entstammen dem fortlaufenden Lesezyklus und laden dazu ein, den Alltag bewusst im Licht des Glaubens zu gestalten. In der frühen Kirche dienten diese Tage der geistlichen Vertiefung und waren gleichzeitig geprägt vom Lob Gottes im alltäglichen Leben.

Die sogenannten "feriae" sind Momente, in denen Christen eingeladen werden, das Evangelium tiefer zu betrachten und die Nachfolge Christi im gewöhnlichen Leben zu leben. In der Tradition der Kirche wird die Heiligung des Alltags betont: Gott ist nicht nur in großen Festen oder mit berühmten Heiligen präsent, sondern im stillen, einfachen Leben jedes Gläubigen. Deshalb ist die "feria" eine wertvolle Gelegenheit, die Verbindung zwischen Liturgie und Leben zu entdecken und das geistliche Wachstum zu fördern. Auch wenn an diesem Tag keine besondere Person oder ein spezielles Ereignis gefeiert wird, erinnert die Kirche an die ständige Gegenwart Gottes in jedem Moment unseres Lebens.

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Der liturgische Tag

Lesungen der Messe

« Es ist Zeit, den Herrn zu suchen » — Os 10, 1-3.7-8.12

     Israel war ein üppiger Weinstock,
der viele Früchte trug.
Aber je mehr seine Früchte sich mehrten,
desto mehr vervielfachte Israel die Altäre;
je schöner sein Land wurde,
desto mehr schmückte er die Stelen der falschen Götter aus.
    Sein Herz ist geteilt;
jetzt wird er dafür büßen:
der Herr wird seine Altäre umstürzen;
die Stelen wird er zerstören.
    Jetzt wird Israel sagen:
„Wir sind ohne König,
denn wir haben den Herrn nicht gefürchtet.
Und wenn wir einen König hätten,
was könnte er für uns tun?“
    Sie sind verschwunden, Samaria und sein König,
wie Schaum auf der Wasseroberfläche.
    Die heiligen Stätten werden zerstört,
sie sind das Verbrechen, die Sünde Israels;
Dornen und Disteln werden ihre Altäre überwuchern.
Dann wird man zu den Bergen sagen: „Verbergt uns!“
und zu den Hügeln: „Fallt auf uns!“
    Sät Gerechtigkeit,
erntet eine Ernte der Treue,
brech euer Brachland um.
Es ist Zeit, den Herrn zu suchen,
bis er kommt und über euch
einen Regen der Gerechtigkeit ausgießt.

            – Wort des Herrn.

Ps 104 (105), 2-3, 4-5, 6-7

Singt und spielt für ihn,
verkündet immer wieder seine Wunder;
rühmt euch seines heiligen Namens:
Freude denen, die Gott suchen!

Sucht den Herrn und seine Macht,
sucht fortwährend sein Angesicht;
erinnert euch an die Wunder, die er getan hat,
an seine Zeichen, an die Urteile seines Mundes.

Ihr Nachkommen Abrahams, seines Knechtes,
die Söhne Jakobs, die er erwählt hat.
Der Herr, das ist unser Gott:
Seine Urteile gelten im ganzen Universum.

« Geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel » — Mt 10, 1-7

In jener Zeit
    rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich
und gab ihnen die Vollmacht, unreine Geister auszutreiben
und jede Krankheit und jedes Leiden zu heilen.
    Dies sind die Namen der zwölf Apostel:
der erste, Simon, genannt Petrus;
Andreas, sein Bruder;
Jakobus, der Sohn des Zebedäus,
und Johannes, sein Bruder;
    Philippus und Bartholomäus;
Thomas und Matthäus, der Zöllner;
Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus;
    Simon der Zelot
und Judas Iskariot, der ihn später verriet.
    Diese Zwölf sandte Jesus mit folgenden Anweisungen aus:
„Geht nicht den Weg zu den Heiden
und betretet keine Stadt der Samariter.
    Geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
    Auf eurem Weg verkündet:
Das Himmelreich ist nahe.“

            – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Liturgische Texte: © AELF — aelf.org

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